Zur Frage nach der „Libelle“ der Landesgartenschau 2019 in Wittstock/Dosse (oft fälschlicherweise als Bundesgartenschau bezeichnet) gibt es zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen spannende Geschichten zu erzählen: ein abgesagtes Großprojekt und die erfolgreichen XXL-Skulpturen, die heute als Wahrzeichen der Stadt gelten. [1, 2]

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1. Die geplatzte Riesen-„Libelle“ (Das Bauprojekt)

Ursprünglich sollte das absolute architektonische Highlight der Landesgartenschau eine spektakuläre Aussichtsplattform in Form einer Libelle werden. [1]

  • Die Planung: Das Berliner Architekturbüro Sinai entwarf eine riesige, filigrane Brücken- und Aussichtskonstruktion. Sie sollte hinter dem Bleichwall nahe dem alten Bahndamm über die Dosse ragen. [1]
  • Das Aus vor Baubeginn: Im August 2018 – nur wenige Monate vor der Eröffnung – musste das Projekt komplett abgesagt werden. Baugrunduntersuchungen ergaben, dass die Bodenverhältnisse nahe dem Fluss nicht tragfähig genug für das schwere Fundament waren. Ein adäquater Umbau hätte das Budget gesprengt. [, 2]
  • 2. Die XXL-Leuchtlibellen (Die Skulpturen)
  • Als Trost und gestalterischer Ersatz wurden stattdessen drei imposante XXL-Libellenskulpturen auf dem neuen Wasserspielplatz am Bleichwall installiert. Diese existieren bis heute und prägen das Stadtbild: [1, 2]
  • Die Konstruktion: Die Insekten-Nachbildungen haben eine Flügelspannweite von über drei Metern und einen Rumpf von über zwei Metern Länge. Sie bestehen aus Edelstahl und speziellem Plexiglas, um die filigrane Struktur echter Insektenflügel nachzuahmen. [1]
  • Das Lichtspiel: Pünktlich zum Start der Gartenschau im März 2019 wurden die Skulpturen mit einer LED-Illumination ausgestattet. Nachts leuchten Körper und Flügel in einem kräftigen, wechselnden Farbspiel. [1]
  • Aktueller Zustand und Pflege
  • Die drei Libellen sind auch Jahre nach dem Ende der Gartenschau als beliebtes Wahrzeichen und Fotomotiv im Park erhalten geblieben. Allerdings gehen die Jahre an den Kunstwerken im Außenbereich nicht spurlos vorbei. Die Skulpturen mussten wegen Vandalismus oder witterungsbedingter Schäden (wie fehlenden Flügeln) bereits mehrfach repariert werden. Zudem gab es temporäre Ausfälle der LED-Beleuchtung, weshalb die Stadt Wittstock die Wartung der beliebten Deko-Objekte regelmäßig auf der Tagesordnung hat. [1, 2, 3, 4] – (Text mit Hilfe KI/ ChatGpt)